IC Dresden – Berlin – Rostock hält doch nicht in Doberlug-Kirchhain

Die Züge der neuen IC Dresden – Berlin – Rostock werden vorerst in der Lausitz nur einmal halten, in Elsterwerda. Das meldete die Regionalzeitung „Lausitzer Rundschau“ in ihrer Ausgabe vom 29.11.2019. Der ursprünglich im letzten Jahr ebenfalls angekündigte Stop in Doberlug-Kirchhain kommt zumindest zum Start der neuen Linie am 15. Dezember 2019 nicht.

Ebenfalls soll es zunächst keine Anerkennung des VBB-Tarifs zwischen Elsterwerda und Berlin für den IC geben. Für Pendler würde die Fahrkarte Elsterwerda – Berlin ca. 40 % Mehrkosten pro Jahr gegenüber dem VBB-Tarif bedeuten. Das Land Brandenburg und die Deutsche Bahn seien nach dem Pressebericht weiterhin in Gesprächen, sowohl zum Zughalt in Doberlug-Kirchhain, als auch zur Anerkennung des VBB-Tarifs.

Langfristig hat der fehlende IC-Halt durchaus noch deutlich nachteiliger Auswirkungen, als nur ein verpasster Anschluss an das IC-Netz. Jetzt heißt es „lediglich“, für Doberlug-Kirchhain wird es keine Verbesserungen geben. Vor allem für Pendler in Richtung Berlin und Dresden ist das ärgerlich. Wird dauerhaft keine Lösung gefunden, wird aus der Nichtverbesserung aber spätestens Ende 2022 eine deutliche Verschlechterung. Die in der Hauptverkehrszeit morgens und nachmittags verkehrenden Verstärkerzüge des RE5 wird dann so nicht mehr geben. Nach Doberlug-Kirchhain und Elsterwerda soll aus Richtung Berlin ab Dezember 2022 der RE8b fahren, alle 2 Stunden. Der Verstärkertakt biegt dann im neuen Netz Elbe-Spree kurz vor Doberlug-Kirchhain nach Finsterwalde ab. Die Lücke sollte eigentlich der IC füllen, mit Anerkennung im VBB-Tarif. Hier ist also tatsächlich das Land Brandenburg gefragt, eine Lösung zu erreichen.

Weiterführende Links:

Bericht in der Lausitzer Rundschau vom 29.11.2019 (leider im Bezahlteil): https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/bahnfahrer-herbe-enttaeuschung-fuer-berlin-pendler-aus-elbe-elster-40990736.html