PRO BAHN: Auch in der Lausitz soll mehr Verkehr auf die Schiene !

Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) hat im Auftrag des Landes Brandenburg
und des Zweckverbands Nahverkehrsraum Leipzig am 19. März 2019 die Ausschreibung
zum Netz Lausitz veröffentlicht.

Der Fahrgastverband PRO BAHN Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. mit seiner Regionalgruppe
Lausitz begrüßen den Willen der Landesregierung, auch in der Lausitz das Angebot
im Nahverkehr auszuweiten und mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.

Die Ausschreibung beinhaltet die Linien:

• RE10 Frankfurt/Oder – Cottbus – Leipzig (alle 2 Stunden)
• RB11 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Falkenberg/Elster (alle 2 Stunden)
• RB49 Cottbus – Ruhland – Falkenberg/Elster (alle 2 Stunden)
• RE13 Cottbus – Senftenberg (werktags außer samstags stündlich)

Außerdem beinhaltet das Netz Lausitz eine Option von drei Sprinter-Zügen Cottbus – Leipzig
und zurück mit Anschluss an den Fernverkehrsknoten Leipzig Hauptbahnhof sowie eine
2-stündliche Verlängerung des RE13 bis Elsterwerda.

Vor allem die Angebotsverdichtung zwischen den BTU-Standorten Cottbus und Senftenberg,
zwei wichtige Zentren in der Lausitz, hatte auch PRO BAHN seit Jahren gefordert.
„Ein weiterer langjähriger Kritikpunkt von PRO BAHN am Nahverkehrsangebot in Südbrandenburg
wird mit Inbetriebnahme des Netzes Lausitz im Dezember 2022 endlich gelöst.
Mit der neuen Linie RE13 kann auch die bisher völlig fehlende Nahverkehrsverbindung
zwischen Altdöbern bzw. Großräschen und Cottbus mit einem schnellen Anschluss in Sedlitz
realisiert werden“, so Landesvorsitzender Peter Cornelius. „Als unübersichtlich betrachten wir jedoch die zukünftige Haltekonzeption zwischen Cottbus und Senftenberg mit drei verschiedenen Linien und völlig unterschiedlichen Unterwegshalten. Hier sollte im Sinne der Fahrgäste noch nachgebessert werden, zum Beispiel durch die Umwandlung des RE13 in eine Regio-S-Bahn Cottbus-Senftenberg –Elsterwerda, die überall hält.“

Positiv bewertete der Fahrgastverband auch die geplante durchgehende Regional-Express-
Linie 10 Frankfurt/Oder – Cottbus – Leipzig, kritisiert aber gleichzeitig, das nach wie vor
keine konsequente Lösung für den Anschluss Südbrandenburgs an die Fernzüge Richtung
Baden-Württemberg, Bayern, und Hessen in Leipzig geschaffen wird. Zwar soll es – falls
die Option für zusätzliche Sprinter-Züge zum Tragen kommt – dreimal am Tag Anschluss
geben. Mittelfristig führt jedoch kein Weg an einer deutliche Beschleunigung der Züge
zwischen Cottbus und Leipzig sowie einer Verdichtung auf ein stündliches Angebot vorbei.
Hier erwartet der Fahrgastverband eine klare mittel- und langfristige Planung seitens der
Landesregierung.

Ausdrücklich bedauert PRO BAHN, dass der Verkehr nach Dresden nicht in das Vergabeverfahren
integriert ist.

Die ursprünglich enthaltenen Linien RE15 Hoyerswerda-Dresden, RE18 Cottbus-Dresden
und RB31 Elsterwerda-Dresden sind damit nicht Bestandteil der Ausschreibung, weil der
Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe nicht mehr dabei ist Damit dürfte die umsteigefreie
Weiterführung der neuen Linie Cottbus-Senftenberg-Elsterwerda nach Dresden
vom Tisch sein, die auch PRO BAHN gefordert hatte. Vor allem Lauchhammer hätte von
dieser umsteigefreien Verbindung profitiert.

weiterführende Links: Pressemeldung PRO BAHN Berlin-Brandenburg vom 21.03.2019 (PDF)