VBB im Dialog 2019

Am 20. März fand die dritte von fünf diesjährigen VBB-im-Dialog-Veranstaltungen in Forst statt. Unter anderem wurden die Auswirkungen des abgeschlossenen Vergabeverfahrens zum Netz Elbe-Spree und des am 19. März veröffentlichten Vergabeverfahrens Netz Lausitz auf die Region erläutert, unter anderem mit der Direktverbindung Frankfurt/Oder – Cottbus – Leipzig und dem neuen RE13 Cottbus-Senftenberg. Das Netz Lausitz erfolgt jetzt als gemeinsame Ausschreibung von Land Brandenburg und Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig. Der ursprünglich dritte Partner Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe habe sich für eine Verlängerung des aktuelle Verkehrsvertrages zum netz Elbe-Elster entschieden und möchte eine entsprechende Option ziehen.

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider verwies auf die Notwendigkeit, die Infrastrukturprobleme der Region dauerhaft weiter zu thematisieren. Die Anmeldungen zum Bundesverkehrswegeplan, welche die Lausitz betreffen, haben es leider nicht in den vordringlichen Bedarf geschafft, das liege unter anderem auch an einem falschen Bewertungsmaßstab für die einzelnen Projekte. Das Land Brandenburg gehe dafür zum Beispiel in Planungsvorleistungen wie etwa beim 2. Gleis zwischen Cottbus und Lübbenau. Auch die mit Berlin und der DB Netz abgestimmte Vorgehensweise bei i2030 hob Ministerin Schneider explizit hervor, als für die Lausitz wichtiges Beispiel nannte sie den Ausbau des Bahnhofes Königs Wusterhausen. Aktuell setzt Brandenburg auch auf das vom Bund avisierte Elektrifizierungsprogramm, in dem die Strecke Cottbus-Görlitz und Cottbus-Forst untergebracht werden sollen. Frau Schneider kann sich sowohl einen durchgehenden 30-Minuten Takt Cottbus-Berlin , als auch einen Fernzug Berlin-Polen via Cottbus und die Görlitzer Bahn vorstellen, Voraussetzung sei in beiden Fällen das 2. Gleis zwischen Cottbus und Lübbenau. Kommt das Gleis, sieht die Bestellung für das Netz Elbe-Spree auch den Halbstundentakt von Berlin bis Cottbus vor.

Ministerin Schneider lobte das hohe Gut eines seit nunmehr 20 Jahren bestehenden Verbundtarifes für die Bundesländer Berlin und Brandenburg. VBB-Geschäftsführerin Henckel kündigte für 2019 ein neugestaltetes Firmenticket im VBB-Tarif an, welches durch Rabatte von Arbeitgebern und Vergünstigungen im Tarif ein attraktives Angebot für Berufspendler darstelle. Auch für Azubis soll es mit einem günstigen Azubiticket ab dem kommenden Ausbildungsjahr ein zugeschnittenes Tarifmodell geben. Auch für den ab Dezember 2019 neu verkehrenden Intercity Dresden-Berlin-Rostock wird aktuell über die Anerkennung des VBB-Tarifs zwischen Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain und Berlin verhandelt, um diese Linie auch für Pendler aus Südbrandenburg attraktiv zu machen.

Weitere Ankündigungen betreffen die durchgehende Verlängerung der RB43 Cottbus-Falkenberg bis Herzberg/Elster oder aber auch die Vollsperrung der Bahnstrecke Cottbus-Calau ab September 2019 wegen Baumaßnahmen. Hierfür wird gerade ein Ersatzbuskonzept erarbeitet. Der Geschäftsführer der VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH, Holger Dehnert, kündigte indessen die Einführung der vierten Lausitzer PlusBus-Linie für dieses Jahr an. Sie soll zwischen Finsterwalde und Elsterwerda verkehren. Aktuell fahren schon 2 PlusBus-Linien im Raum Lübben im Landkreis Dahme-Spreewald sowie seit 1. Januar 2019 neu die Linie 800 zwischen Hoyerswerda, Schwarze Punpe, Spremberg und Cottbus.

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