Für mehrere stark ausgelastete Relationen im Berlin-Brandenburger SPNV werden zurzeit Kapazitätsverbesserungen geprüft. Dazu gehören Verkehre Richtung Ostsee und Dessau genauso wie Linien in die Lausitz. Das geht aus einem Bericht der „Berliner Zeitung“ hervor. Betroffen ist auch der RE7 Dessau – Berlin- Senftenberg, für den sich PRO BAHN seit geraumer Zeit ebenfalls engagiert und dazu im Austausch mit den betreffenden Aufgabenträgern sowie dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) befindet.
Konkret geht es um die Schaffung einer durchgehenden stündliche Verbindung zwischen Berlin und Stralsund via Eberswalde, Angermünde, Prenzlau und Pasewalk an Stelle der zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 eingeführten sich ergänzenden zwei 2-Stundentakte RE3 Berlin – Angermünde – Stralsund + RE3 Berlin – Angermünde Schwedt + RE30 Angermünde -Stralsund. In diesem Zusammenhang werde auch die Verlängerung des heute zwischen Lübbenau (bzw. mit einzelnen Zügen ab Cottbus) via Flughafen BER nach Berlin fahrenden RE20 bis Schwedt geprüft. Geplanter Umsetzungshorizont ist der Fahrplanwechsel im Dezember 2026.
Für den RE7, der heute in der sogenannten Hauptverkehrszeit aus 2 gekoppelten Triebzügen mit insgesamt 8 Wagen besteht und ansonsten nur mit 5 Wagen verkehrt, werde die Ausweitung des Einsatzes der 8-teiligen Garnituren auch auf das Wochenende geprüft. Im Herbst 2025 war das für wenige Wochen bereits umgesetzt worden. PRO BAHN Lausitz fordert vor dem Hintergrund der dauerhaft hohen Zahl an Deutschlandticket-Reisenden seit Längerem den uneingeschränkten Einsatz der 8-teiligen Garnituren.
Bild: RE7 im Bahnhof Senftenberg
