Rund 80 Jahre dauert der eingleisige Zustand der Bahnstrecke Cottbus – Lübbenau inzwischen an. Die letzte Ausbaumaßnahme im Jahr 2008 beließ die Strecke im eingleisigen zustand. Nun soll sich das endlich ändern.
Am 12 Oktober 2026 erfolgte der medienwirksame Startschuss zum 2-gleisigen Ausbau der wichtigen Schienenstrecke in der Lausitz. Der Streckenabschnitt Cottbus – Lübbenau ist Teil der Verbindung aus der Lausitzmetropole nach Berlin. Künftig soll Cottbus halbstündlich mit Berlin verbunden werden, abwechselnd mit dem RE2 Richtung Berliner Stadtbahn (Ostkreuz, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hauptbahnhof, Zoologischer Garten und Charlottenburg) und mit dem RE20 über den Flughafen BER und Berlin Südkreuz Richtung Hauptbahnhof.
Zur Ausbaumaßnahme gehören unter anderem:
- Neubau einer Oberleitung für das zweite Gleis
- Anpassung der vorhandenen zwölf Bahnübergänge
- Erweiterung von sechs Eisenbahnbrücken und 18 Durchlässen
- Errichtung jeweils eines zusätzlichen Bahnsteigs in den Bahnhöfen Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz
Bereits seit einiger Zeit werden vor allem bauvorbereitende Arbeiten durchgeführt. Ab 13. Dezember wird die Bahnstrecke Cottbus – Lübbenau für ein Jahr voll gesperrt. Für die Zeit der Vollsperrung gibt es ab 13. Dezember ein aus unserer Sicht schlüssiges Ersatzkonzept:
- der RE20 fährt ab Lübbenau stündlich via Calau nach Cottbus und wird dort in den Null-Knoten eingebunden, die Fahrzeit zwischen Berlin und Cottbus verlängert sich durch die Umleitung um rund eine halbe Stunde
- der RE2 fährt bis auf einzelne Züge morgens und abends nur ab bzw. bis Lübbenau mit Anschluss an den Busersatzverkehr Lübbenau – Cottbus via Raddusch, Vetschau, Kunersdorf und Kolkwitz
PRO BAHN Lausitz wünscht der InfraGO AG einen störungsfreien Bauablauf und hofft auf eine pünktliche Inbetriebnahme der Ausbaustrecke im Dezember 2027.
